News

Das Rockcafe Backstage feiert Jubiläum


Im Winter 2011 übernahm Mathias Rak, Musiker und Gründer eines Vereins für alternative Jugendkultur, ein eingeschlafenes Pub in Bärnbach. Heute, fünf Jahre später, ist das Rockcafè Backstage aus dem Veranstaltungsjahr und Nachtleben der WeststeirerInnen nicht mehr wegzudenken. Die Woche nahm daher den 5. Geburtstag des Backstage zum Anlass, den charismatischen Geschäftsführer zu einem kleinen Stelldichein zu bitten.

Alles Gute zum fünfjährigen Bestehen. Gibt es eine Rock-Version von Happy Birthday, die du magst?

Mathias Rak: Vielen Dank! Wir sind ein großes Team. Ich freu mich, dass sich unsere Mühen und unser Eifer ausgezahlt haben. Aber es gibt bessere Lieder zum Feiern. Viel Bessere!

Darf man noch Mathias sagen oder wurde aus dem Jungunternehmer von damals schon Herr Rak?

Mathias Rak: Wenn jemand Herr Rak sagt, hab ich immer das Gefühl, ich müsse gleich irgendwo unterschreiben (lacht). Will man am Puls der Zeit bleiben, egal in welcher Branche, besonders aber im Eventbereich, muss man Jungunternehmer bleiben. Man kann auch mit 50 noch Jungunternehmer sein. Oder werden.

Das Backstage hat sich unter deiner Führung zu einer Edelmarke in der weststeirischen Party-Szene und dem Eventbereich entwickelt. Warum?

Mathias Rak: Warum? Das entscheidet immer das Publikum, die Gäste. Ich kann nur Vorschläge machen und sehen, ob sie angenommen werden oder nicht. Meine Frage wäre eher, warum nicht? Warum nicht versuchen, die Pibersteiner Beachparty der 90er wieder zum Leben zu erwecken? Warum nicht die Leistungsschau wieder aktivieren oder dem Voitsberger Stadtfest seine Jugendbühne zurückgeben? Warum nicht auch das leider verloren gegangene Bärnbacher Stadtfest wieder einführen? Bei Warum habe ich das Gefühl, eine Erklärung liefern zu müssen. Bei der Frage, warum nicht, kann ich mit neuen Ideen spielen.

Du kommst aus der Musikszene und hast Gitarren als Betriebslogo. Wie kommt es dann, dass das Backstage als Sponsor einer American Football-Mannschaft auftritt?

Mathias Rak: Warum nicht? (lacht). Die Jungs sind einfach g’schmeidig. Sie wollen ihr Ding machen, haben persönliche Ressourcen und Herzblut investiert. Einige haben sie ausgelacht und genörgelt, was das für ein Blödsinn wäre. Ich erkannte das wieder. Das war bei mir vor fünf Jahren auch nicht anders. Ich hätte die Jungs von den Hurricans nicht wegschicken können. Außerdem hat American Football großes soziales Potential.

Was meinst du mit sozialem Potential?

Mathias Rak: Im Fußball und Handball haben es dickere Kinder schwer, werden im Sport nicht als gleichwertig gesehen und im schlimmsten Fall gemobbt. So verlieren sie Spaß und Selbstvertrauen. Im Football können sie jedoch ein wichtiger Teil der Mannschaft sein, sie bekommen Teamgeist und gehören so, wie sie sind, dazu. Das gefällt mir beim Nachwuchs sehr! Da sehe ich auch gerne das Backstage-Logo drauf.

Was hat dich seinerzeit dazu veranlasst, ein Rockcafè zu übernehmen?

Mathias Rak: Ich hab noch nie verstanden, warum das Zusammengehörigkeitsgefühl, das beim Feiern entsteht, am Montag schon vergessen ist. Ich wollte mehr als nur Getränke anbieten und ich war mir sicher, dass der „Rock-Spirit“ als guter Kumpel des weststeirischen Lebensgefühls funktioniert. Ich wollte einen Treffpunkt schaffen, der die Leute durch eine gemeinsame Begeisterung wie Musik oder Sport auch über den Samstagabend hinaus verbindet.

Was sind deine Wünsche für die nächsten fünf Backstage-Jahre?

Mathias Rak: Die bleiben gleich. Als Geschäftsführer, auf den sich je nach Eventlage bis zu 20 Angestellte verlassen müssen, wünsche ich mir, dass der Erfolg nicht abreißt. Als Mensch freu ich mich, regelmäßig Freunde und Bekannte in meinem gefühlten Wohnzimmer zu treffen. Und ich wünsch mir, es möge so bleiben.